Die Funktionsprinzipien von Mikrofonen
Vereinfacht ausgedrückt kann man ein Mikrofon als ein Gerät beschreiben, welches akustische Energie (Schallwellen, übertragen durch die Bewegung der Luftmoleküle) in elektrische Energie (Wechselspannung, übertragen durch die Bewegung der Elektronen im Leiter) umwandelt. Diese Umwandlung kann nach den unterschiedlichsten Funktionsprinzipien erfolgen. Um die Fülle an Informationen auf das notwendige Maß zu begrenzen, soll im folgenden nur auf die in der Studiotechnik dominierenden Prinzipien eingegangen werden. Andere Arbeitsweisen (wie z. B. die von Kohlemikrofonen oder Piezowandlern) sind daher nicht Thema dieser Erläuterungen.
Zunächst zu den dynamischen Mikrofonen:
Dieser Mikrofontyp - der auch als Tauchspulen-Mikrofon bezeichnet wird - besitzt einen Aufbau, der dem eines kleinen Lautsprechers vergleichbar ist. Vom Prinzip her sind beide identisch (es wäre also durchaus möglich, einen Lautsprecher auch als Mikrofon einzusetzen). Wird beim Lautsprecher elektrische Energie in akustische Energie umgewandelt, so wird beim Mikrofon in umgekehrter Weise akustische Energie in elektrische Energie umgewandelt.
Dabei wird durch den auftreffenden Schall eine Membrane in Bewegung versetzt und in einer an dieser befestigten Spule, die sich im Spalt eines Magneten bewegt, ein den Bewegungen der Membran entsprechender Strom induziert. Die so erzeugte Spannung bewegt sich im Bereich von etwa 1,3 bis 3 mV/Pa. Tauchspulen-Mikrofone sind extrem übersteuerungsfest, besitzen jedoch auch den Nachteil, immer mit starken Verfärbungen behaftet zu sein, da das Wandlerelement durch seine große bewegte Masse schnellen Signalen nicht so leicht zu folgen in der Lage ist und weiterhin verschiedene Resonanzen der Materialien die Wandlung beeinflussen
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